16. Mai 2020 Europäisches Militär in Schmuggel verstrickt

Nach Medienberichten ist die Besatzung des italienischen Kriegsschiffs “Caprera” in illegale Schmuggel-Geschäfte verstrickt. Das Schiff ist im Hafen von Tripolis stationiert – dort werden europäische Geheimdienstinformationen an libysche Milizen weitergegeben, u.a. sensible Informationen von europäische Aufklärungsflugzeugen, Satelliten und Drohnen.

Die Informationsweitergabe dient dazu, die Positionen von Fluchtbooten an die sogenannte libysche Küstenwache zu geben, damit diese die Boote abfangen und in libysche Folterlager zurückschleppen kann.

Nun wurde bekannt, dass Offiziere und Besatzungsmitglieder des Schiffes gemeinsam mit libyschen Milizen in den Schmuggel von unterschiedlichsten Waren involviert waren. Während also Schutzsuchende mithilfe des europäischen Militärs davon abgehalten wurden nach Europa zu kommen, konnte Schmuggelware ungehindert nach Italien gebracht werden.

Wir fordern das sofortige Einsetzen von humanitären Rettungsmissionen im zentralen Mittelmeer und das Ende jeglicher Zusammenarbeit mit kriminellen libyschen Milizen.