17. April 2020 EU schaut zu: 12 Menschen tot

Die Alan Kurdi ist seit 11 Tagen ohne sicheren Hafen, heute soll es endlich eine Lösung geben und die geretteten Menschen auf ein anderes Schiff zur Quarantäne gebracht werden.

Gleichzeitig wartet die Aita Mari, ein spanisches Rettungsschiff, mit mehr als 40 geretteten Menschen auf einen sicheren Hafen. Das Schiff ist erst zu einem Rettungseinsatz ausgelaufen, nachdem europäische Behörden eine Rettung verweigert hatten, obwohl der Seenotfall über Stunden hinweg bekannt war.

Neben dem von der Aita Mari geretteten Boot gab es noch weitere Boote in Seenot, alle wurden durch maltesische und italienische Behörden nicht gerettet, obwohl ihre Position und ihr Zustand bekannt waren. Ein Boot wurde schließlich nach Angaben von Alarm Phone aus der maltesischen Rettungszone illegal zurück nach Libyen geschleppt. 12 Menschen, die sich auf dem Boot befanden, sind tot. Die restlichen Überlebenden wurden in ein libysches Folterlager gebracht, dort drohen ihnen schwerste Menschenrechtsverletzungen wie Folter, Mord, Vergewaltigung und Zwangsarbeit.

Jedes mal, wenn man denkt, dass Europa nicht noch krimineller und unmenschlicher handeln könnte, wird man eines besseren belehrt. Europäische Regierungen brechen Recht und lassen Menschen wissentlich sterben. Wir können das nicht hinnehmen und demonstrieren auch deshalb am Wochenende bei unserer Online-Demo lautstark für Menschenrechte! Ob in Griechenland oder im Mittelmeer, jedes Leben zählt! Macht mit und seid am 19.04 ab 16:00 live auf dem Seebrücke YouTube-Kanal dabei.