11. Februar 2020 Aita Mari rettet 153 Menschen – weiteres Boot vermisst!

In zwei Rettungen Gestern und Heute rettete das spanische Rettungsschiff Aita Mari mehr als 150 Menschen aus Seenot. Trotz schlechtem Wetter und einer unruhigen See versuchen Menschen weiterhin aus dem Bürgerkriegsland Libyen zu fliehen. Trotz des Berliner-Prozesses zur Befriedung Libyens kommt es immer wieder zu Kämpfen, gerade Zivilist*innen und geflüchtete Menschen leiden unter dem Krieg.

Alarm Phone berichtete gestern über ein weiteres Boot was sich in Seenot befand und nicht durch die Aita Mari gefunden werden konnte. Nachdem Alarm Phone europäische und libysche Behörden über den Seenotfall informiert und stundenlang keine Antwort erhalten hatte, meldete die sogenannte libysche Küstenwache, dass sie keine Such- und Rettungsmission starten könnte, da alle Lager für geflüchtete Menschen überfüllt wären.

Die durch Europa finanzierte sogenannte libysche Küstenwache hat den Auftrag, Menschen, die aus Libyen fliehen, abzufangen und in libysche Lager zu verschleppen, in denen den Menschen Folter, Tod und Vergewaltigung droht. Das Boot, mit dem Alarm Phone im Kontakt war, ist nun verschollen. Ob die Menschen sich noch in Seenot befinden und auf Hilfe warten oder schon lange ertrunken sind, wissen wir nicht.

Doch wir wissen, dass ihr Leid gezielte Politik der EU ist. Nur Schiffe der Zivilgesellschaft versuchen, so viele wie möglich vor dem Tod zu bewahren.

Wir werden nicht müde zu fordern: Staatliche Seenotrettung sofort wieder einsetzen und ein Stopp jeglicher Unterstützung für die sog. libysche Küstenwache!