20. Februar 2020 48 Stunden – 395 Gerettete

In zwei Einsätzen hat die Ocean Viking vorgestern 182 Menschen aus Seenot gerettet, bei einer dritten Rettung gestern wurden weitere 92 Menschen aus einem Schlauchboot geborgen – somit hat die Ocean Viking in weniger als 48 Stunden 274 Menschen vor dem Ertrinken oder dem Push-Back zurück in die libyschen Lager bewahren können. Zeitgleich konnte die Sea-Watch 3 weitere 121 Menschen an Bord nehmen. Sie befanden sich auf einem brechend vollen Schlauchboot in Seenot.

In den letzten Tagen, in denen keine zivilen Rettungsschiffe vor Ort waren, wurden hunderte Push-Backs durch die sog. libysche Küstenwache dokumentiert. Das Alarm Phone berichtete zudem wiederholt von über viele Stunden verschleppte Rettungen durch die maltesische Küstenwache. Die Situation im Mittelmeer ist und bleibt für Menschen auf der Suche nach Schutz lebensgefährlich. Europa muss sich seiner Verantwortung bewusst werden und auf die vielen Seenotfälle nicht mit weiterer Abschottung, sondern mit Seenotrettung reagieren.

Wir sind froh, dass NGO-Rettungsschiffe im Mittelmeer auf der Suche nach Menschen in Seenot sind und die zivile Flotte weiterhin die Menschenrechte verteidigt.