8. Januar 2021 16jähriger verhungert in Libyen

In Libyen ist ein 16-jähriger Junge aus Somalia an Tuberkulose und Hunger in Tripolis gestorben, ein 14-jähriger Junge konnte vor Hunger nicht mehr alleine laufen und konnte nur dank Spenden mit dem Taxi in ein Krankenhaus gebracht werden.

Nicht nur in den vielen Folterlagern, in denen tausende, oft auf dem Meer abgefangene, geflüchtete Menschen festsitzen, ist die Lage katastrophal, sondern auch für Menschen, die obdachlos sind. Viele leben unter schlimmsten Umständen, sind Hunger, Krankheiten, Mord und Versklavung schutzlos ausgeliefert.

Obwohl Europa und Deutschland schon seit Jahren von der Lage im Bürgerkriegsland Libyen wissen, fließt weiter europäisches Geld und militärische Ausrüstung in das Land. Das Ziel der EU-Staaten ist es, fliehende Menschen von der Flucht abzuhalten. Dass geflüchtete Menschen in Libyen dem schlimmsten ausgesetzt sind, was man sich nur vorstellen kann, ist nicht von Belang für Seehofer und Co. Wir müssen in diesem Jahr dafür kämpfen, die Asylpolitik grundlegend zu verändern – ob es Lager in Griechenland oder dem Balkan sind, oder die Situation im Mittelmeer. Der Ansatz der Abschreckung und Abschottung ist nicht tolerierbar, wir müssen hin zu einer Politik der Aufnahme und der Menschenrechte!