Salmtal

 

Anfang des Jahres 2019 haben wir, ein paar engagierte Menschen aus Salmtal und Umgebung, eine Lokalgruppe unter der Aktion Seebrücke gegründet. Zunehmend sind legale Fluchtwege versperrt und Geflüchtete haben keine andere Wahl als in einem Schlauchboot über die mitunter tödlichste Grenze, dem Mittelmeer, zu fliehen.

Heute ertrinken 6(!) Menschen im Mittelmeer. Morgen auch. Jeden Tag. (UNHCR Stand Jan. 2019)

Gleichzeitig werden zivile Rettungsboote von Organisationen wie Jugend Rettet e.V., Sea-Watch und Lifeline beschlagnahmt, die bereits tausende in Seenot geratene Flüchtende vor dem Ertrinken bewahrt haben.

Einigen Kapitän_innen und weiteren Crewmitgliedern der Rettungsboote drohen zurzeit langjährige Gefängnisstrafen, weil sie Menschen auf dem Mittelmeer das Leben gerettet haben. Die zivilen Rettungsboote samt Besatzung und Geflüchteten mussten teilweise tagelang unter katastrophalen Zuständen auf dem Mittelmeer verharren, weil kein Staat der EU sich bereiterklärte den Menschen Zuflucht zu gewähren.

„Tagelang fuhr ich mit einem zweijährigen toten Jungen in der Tiefkühltruhe in internationalen Gewässern auf und ab, weil kein europäisches Land ihn retten wollte als es noch möglich war und sie uns dann einen Hafen verwehrten“ – Pia Klemp, Kapitänin der IUVENTA

Als Teil der Seebrückenbewegung solidarisieren wir uns mit allen Menschen auf der Flucht und erwarten von der deutschen und europäischen Politik sofort sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Personen, die fliehen mussten oder noch auf der Flucht sind.

 

Und das ganze in Salmtal – Ist das nicht überzogen?

Gerade in Zeiten, in denen rechte Hetze und Gewalt gegen Geflüchtete und Migrant_innen an der Tagesordnung sind, ist es uns wichtig, sich JETZT zu engagieren. Dafür müssen wir nicht in einer Großstadt leben. Ganz im Gegenteil: wir wollen genau hier agieren und uns aktiv für eine solidarische und gerechte Gemeinschaft für Alle einsetzen. Wir können und wollen diese unwürdige Situation nicht weiter hinnehmen. Nirgendwo.

 

Aber was können wir schon tun?

Brücken bauen anstatt Grenzen zu ziehen! Es gibt viele Möglichkeiten sich aktiv zu engagieren. Wir möchten uns im Rahmen der Seebrücke zivil organisieren, um auf die derzeitige Situation aufmerksam zu machen. Wie die Stadt Trier und viele weitere Städte und Kommunen ist es unser Ziel, dass sich auch Wittlich-Land zu einem sicheren Hafen bekennt und sich dazu bereiterklärt aus Seenot gerettete Menschen freiwillig aufzunehmen und somit Druck auf die jetzige Politik ausgeübt wird, sichere Fluchtwege zu schaffen.

DU MÖCHTEST AUCH AKTIV WERDEN UND DICH EINSETZEN ODER HAST NOCH FRAGEN?

DANN SCHREIB UNS:

Kontakt

salmtal@seebruecke.org