Unsere Solidarität gegen ihre Abschottungspolitik – Day Orange

Uhrzeit

06.07.2019 um 12:00

Ort

Halle, Am Steintor

Link

Link zum Event

Lokalgruppe

Lokalgruppe Halle (Saale)


Die SEEBRÜCKE wird ein Jahr alt! In mehr als 1000 Aktionen hat es die Bewegung geschafft, die Themen Flucht, Seenotrettung und restriktive Abschottungspolitik der EU ständig auf die Straße und in die Diskussionen zu bringen. Aus diesem Anlass finden deutschlandweit Aktionen zum Thema statt – auch in Halle!

KOMMT VORBEI!

12:00 Uhr am Steintor: Kundgebung, Kreidebildaktion „Rettungsring“ und Live-Musik

18:30 Uhr beim MACH-Festival*: Fotoausstellung** und Vortrag von Erik Marquardt***

*Hier findet ihr weiter Informationen zum MACH-Festival: https://machfestival.de
**Die Fotoausstellung kann das ganze Wochenende besucht werden.
*** Erik Marquardt ist Fotograf und Mitglied des Europäischen Parlamentes. Seine Ausstellung zeigt eine Auswahl seiner Bilder zu Afghanistan, Fluchtrouten und Seenotrettung. Er begleitete mit seiner Kamera Geflüchtete auf der Balkanroute, fotografierte den Alltag in Afghanistan und machte sich ein eigenes Bild über die Seenotrettung im Mittelmeer. Seine beeindruckenden Fotografien wurden bereits in nationalen und internationalen Medien veröffentlicht.

Von 2014 bis 2018 sind mehr als 17.000 Menschen im Mittelmeer ertrunken. Sie ist die tödlichste Seeroute der Welt. Das Sterben im Mittelmeer ist kein unvermeidliches Unglück, sondern das Resultat einer gezielten Politik des Wegsehens und der Abschreckung gegenüber schutzsuchenden Flüchtenden. Seenotrettungsorganisationen werden kriminalisiert und an der Rettung von Menschen gehindert. Gegenwärtig gibt es fast keine Rettungsschiffe mehr im Mittelmeer.

WIR ALLE SIND DIE SEEBRÜCKE! UNSRERE SOLIDARITÄT BLEIBT UNGEBRENZT!

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Als Seebrücke Halle setzen wir uns für sichere Fluchtwege nach Europa ein. Wir wollen uns nicht damit abfinden, dass Europa sich abschottet und so das Sterben vieler Flüchtender auf dem Mittelmeer mitverantwortet. Wir möchten uns solidarisch zeigen und aktiv für Menschenrechte eintreten. Dies wollen wir erreichen, indem wir informieren, politisch Einfluss nehmen und Seenotretter*innen unterstützen. Durch verschiedene Formate wollen wir Tatsachen aufzeigen, Empathie wecken und andere zur Solidarität anstiften. Wir unterstützen zivile Rettungsinitiativen und setzen uns für deren Entkriminalisierung ein. Die Zusammenarbeit der EU mit menschenrechtsverachtende Institutionen wie der libyschen Küstenwache soll einer funktionierenden europäisch und staatlich organisierten Rettung und Aufnahme von geflüchteten Menschen weichen. Wir freuen uns, dass Halle zu den Städten gehört, die sich zu „sicheren Häfen“ erklärt haben. Wir fordern, dass diesen Städten von bundesdeutscher Ebene aus mehr Spielraum zugesprochen wird und dass dieser von den Städten gefüllt wird.�Als Seebrücke Halle sind wir eine offene Gruppe. Wir setzen auf Gemeinschaft und freuen uns über jede Art von Unterstützung.