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Solidarisches Trier Demo

Uhrzeit

15.12.2018 um 13:00

Ort

Trier, At the Porta Nigra 5, 54290 Trier, Germany

Link

Aufruf:
Stoppt das Sterben an den Grenzen!

Die Situation an Europas Außengrenzen ist nach wie vor katastrophal. Mehr als 1500 Menschen auf der Flucht sind seit Jahresbeginn im Mittelmeer ertrunken. Europa zieht sich aus seiner Verantwortung. Private Seenotrettungsorganisationen, die diese Lücke zu füllen versuchen, werden in diesem Moment in den Häfen festgehalten und durch dubiose Vorwürfe kriminalisiert. Anstatt die Menschen auf dem Mittelmeer zu retten, kooperiert die EU etwa mit der von Warlords kontrollierten libyschen Küstenwache und versucht so vor allem die Leute wieder zurück nach Nordafrika zu bringen, also lediglich in eine andere Form von Lebensgefahr.

Als Antwort auf diese Situation bildeten sich europaweit Seebrücken-Initiativen, die sich mit den privaten Seenotrettungsorganisationen solidarisieren und das (Wieder)-Auslaufen der Schiffe fordern. Es darf nicht sein, dass Organisationen, die Menschen vor dem Ertrinken retten genau daran gehindert werden!

Dass Menschen aus ihren Heimatländern fliehen, egal aus welchem Grund, ist ein Fakt. Niemand flieht freiwillig. Die mörderische Abschottung Europas zwingt verzweifelte Menschen dazu immer gefährlichere Wege zu nehmen. Seit Jahrzenten wird der Tod abertausender Menschen auf der Flucht leichtfertig hingenommen. Wir fordern, dass diesen Menschen endlich die Möglichkeit gegeben wird auf sicheren Fluchtwegen nach Europa zu gelangen und hier Zuflucht vor Verfolgung, Krieg und Elend zu finden.

Die Stadt Trier hat sich in der Stadtratssitzung vom 26.9. zum „Sicheren Hafen“ erklärt. Die konkrete Umsetzung bleibt jedoch aus. Bei der zusätzlichen Aufnahme von Menschen, die sich auf der Flucht befinden darf es nicht bei einer bloßen Willenserklärung bleiben! Wir fordern, dass Trier Menschen aufnimmt, die über den Seeweg nach Europa gekommen sind und bisher in überfüllten Lagern in Südeuropa ausharren müssen.

Doch dabei dürfen wir es nicht belassen. Den schon Angekommenen muss Zugang zu ärztlicher Versorgung, dezentrale Unterbringung außerhalb von Lagern, Zugang zu Bildung, gesellschaftlicher Teilhabe und dem Arbeitsmarkt gewährt werden, unabhängig vom Aufenthaltsstatus!
Wir fordern, dass Abschiebungen unterlassen werden. Sie bringen die Menschen in genau die Situationen zurück aus denen sie geflohen sind. Die andauernde Angst vor Abschiebungen ins Ungewisse macht es unmöglich sich hier ein Leben aufzubauen. Dass aus Deutschland sogar in Länder wie Afghanistan abgeschoben wird, in denen seit Jahrzehnten Krieg und Terror herrschen, ist ein Verbrechen. Wir fordern die Stadt Trier auf sich daran unter keinen Umständen zu beteiligen!

Um diesen Themen weiterhin Öffentlichkeit zu verleihen, werden wir wieder auf die Straße gehen. Schließ dich uns an und komm zur Demo!
Für ein solidarisches Trier! Schafft sichere Häfen!
Refugees Welcome!

– Seebrücke Trier