Resettlement zwischen Flüchtlingsschutz und Feigenblatt

Uhrzeit

18.02.2019 um 19:30

Ort

Hannover, Pavillon Hannover, Lister Meile 4, 30161 Deutschland

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Lokalgruppe

Lokalgruppe Hannover


Seit Jahren setzt die Europäische Union auf eine umfassende Abriegelung Europas gegen Flüchtlinge. Dieser Abschottungspolitik steht mit Resettlement ein Konzept gegenüber, das kleinen Gruppen von Schutzberechtigten einen sicheren Zugang nach Europa ermöglichen soll. Während Resettlement für sich genommen unstrittig ein wichtiges Instrument des Flüchtlingsschutzes darstellt, kritisieren Menschenrechtsorganisationen die Instrumentalisierung des Konzepts zum Zweck der Migrationskontrolle. Am Beispiel der Aufnahme von knapp 300 Flüchtlingen, die über Libyen und Niger schließlich den Weg nach Deutschland fanden, wollen wir den Zusammenhang von Resettlement und Migrationskontrolle kritisch beleuchten.

Gastredner:

– Awet Isack Araya und Selemawi Hayelom Measho, zwei eritreische Geflüchtete, die im Rahmen des Resettlementprogramms in Friedland aufgenommen wurden, sprechen über ihre Fluchterfahrungen in Libyen und Niger.

– Christian Jakob, taz-Journalist und Autor, stellt die von der EU verfolgte Politik der Fluchtverhinderung zur Etablierung einer Migrationskontrolle auf afrikanischem Boden dar.

– Thomas Heek, Leiter der Caritasstelle Friedland, kommentiert die von der EU und der Bundesregierung verfolgte Resettlementpolitik.

Übersetzung: Frezgi Akalu

Eine Veranstaltung von Flüchtlingsrat Niedersachsen, Seebrücke Hannover und Caritasverband für die Diözese Hildesheim.