05.05.2019 um 11:00 in Bad Berleburg Proteststaffel Seebrücke

Organisiert von der Lokalgruppe Bad Berleburg

Die europäische Politik nimmt tausendfach Sterben in Kauf, macht Flucht zu einem Verbrechen und verleumdet Seenotretter*innen als kriminelle Handlanger der Schlepper.
Wir wollen mit unserer Aktion Proteststaffel öffentlichkeitswirksam auf die dramatische Situation im Mittelmeer und protestieren gegen die tödliche Abschottungspolitik der EU..
Im Mittelpunkt steht das Fluchtboot aus dem Mittelmeer.
Zur Mahnung und um zu zeigen, wieviel Leid, Elend und Not die Menschen erlitten haben müssen, wenn sie ihr Leben und das Leben ihrer Kinder der Stabilität des Schlauchbootes anvertrauen.
Das Schlauchboot wurde für einen Fluchtversuch von Libyen nach Europa eingesetzt. Verzweifelte Menschen vertrauten diesem Stück Gummi ihr Leben und das Leben ihrer Kinder an und versuchten dem Schrecken der Lager in Libyen über das offene Meer zu entkommen.
Ihr Boot wurde von der EU finanzierten, sogenannten libyschen Küstenwache abgefangen.
Die schutzsuchenden Menschen wurden unter europäischer Koordination aus internationalen Gewässern nach Libyen zurückgebracht. Ob sie mit anderen Booten die Flucht geschafft haben, noch in Libyen oder tot sind, werden wir nie erfahren.
Zusammen mit dem Fluchtboot wird ein Transparent ausgerollt. Alle Bürger*innen unserer Stadt sind aufgerufen mit ihrer Unterschrift auf dem Transparent ein Zeichen gegen die unmenschliche
Abschottungspolitik der EU und deren tödlichen Folgen zu setzen.
Das signierte Transparent wird zusammen mit dem Fluchtboot auf einer vorgeplanten Route für Humanität und Solidarität von Tag zu Tag in verschiedene Städte transportiert.
Motto: Art. 1 GG „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – Wir sitzen alle in einem Boot
• Wir fordern sichere Fluchtwege, Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine humanitäre Aufnahme der Menschen, die fliehen mussten oder auf der Flucht sind.
• Wir fordern einen Notfallplan für Geflüchtete, die Möglichkeit der freiwilligen zusätzlichen Aufnahme von Schutzsuchenden in Städten und Gemeinden, die sich zu sicheren Häfen erklärt haben, Landesaufnahmeprogramme für aus Seenot gerettete Menschen und
keine Rückführung nach Libyen.