20.09.2020 um 14:00 in Bielefeld, Hauptbahnhof, Am Bahnhof, Mitte, Bielefeld, Nordrhein-Westfalen, 33602, Deutschland Moria evakuieren! Rassismus bekämpfen! Solidarität kennt keine Grenzen!

Organisiert von der Lokalgruppe Bielefeld

In der Nacht vom 8. auf den 9. September ist das Geflüchtetenlager Moria auf der griechischen Insel Lesbos, das zum Sinnbild der inhumanen und unhaltbaren EU-Migrationspolitik und der Festung Europa geworden ist, abgebrannt. Es war eine Eskalation mit Ansage.

campieren 12.000 Geflüchtete ohne jegliche Versorgung und Infrastruktur und der Gefahr der Corona-Pandemie auf den

Straßen rund um das abgebrannte Camp.

Es reicht! Wir fordern die sofortige Evakuierung aller Menschen aus Moria! Die “Lager der Schande” an den EU-Außengrenzen müssen aufgelöst werden.

Die Bundesregierung hält jedoch noch immer an ihrer Strategie der „Nichtzuständigkeit“ und der Abschreckung fest und vertröstet auf eine „Europäische Lösung“, an die niemand ernsthaft glaubt. Trotz 170 „Städten Sicherer Häfen“ und dreier Bundesländer, die ihre Aufnahmebereitschaft erklärt haben, trotz breiter zivilgesellschaftlicher Mobilisierung weigert sich Innenminister Horst Seehofer weiterhin, zusätzliche Einreisen zu erlauben. Die von der Bundesregierung im Rahmen der EU zugesagten humanitären Aufnahmen werden immer weiter verzögert. Die jetzt kommenden Zusagen zur Aufnahme von Geflüchteten stellen einen Hohn dar angesichts der eklatanten humanitären Notlage auf Lesbos und kommen viel zu spät. Die Forderung muss die komplette Evakuierung sein – für die Geflüchteten sowie für die Bewohner*innen von Lesbos.

Es reicht! Angesichts weltweiter Fluchtbewegungen, rassistischer Polizeigewalt, „Racial Profiling“, rechter Netzwerke und dem Einzug faschistischer Parteien in die Parlamente brauchen wir keine neuen Sicherheitsgesetze und keine militärische Grenzsicherung, sondern ein entschiedenes Eintreten gegen Rassismus, rassistische Strukturen sowie eine aktive Auseinandersetzung über Wege hin zu einer solidarischen Gesellschaft!

Demonstriert mit uns am Sonntag, 20.09.2020 um 14:00 Uhr

  • für die sofortige Aufnahme der Menschen aus Moria in die Länder und Kommunen, die dazu bereit sind
  • dafür, dass Deutschland seiner humanitären Verpflichtung nachkommt
  • für eine humanitäre Migrationspolitik, die den Menschen gerecht wird
  • gegen Rassismus und für eine solidarische Gesellschaft.

    Denn: Solidarität kennt keine Grenzen!

    Auftaktkundgebung am Hauptbahnhof Bielefeld, Abschlusskundgebung auf dem Kesselbrink

 

DRESSCODE: Kommt in orange,bringt orangene Schirme, Schilder, Decken oder andere Utensilien mit, mit denen wir gemeinsam ein Zeichen der Solidarität mit Moria und der Seenotrettung bilden können.