Laternenumzug für Familiennachzug

Uhrzeit

01.02.2019 um 17:00

Ort

Kiel, Asmus-Bremer-Platz, 24103 Kiel, Deutschland

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Lokalgruppe

Lokalgruppe Kiel


Zum bundesweiten Aktionstag Familiennachzug rufen Unterzeichnende des Appells „Schleswig-Holstein muss sich für den Schutz des Familienlebens einsetzen. Familien gehören zusammen!“ zu einem politischen Laternenumzug in Kiel auf.

Groß und Klein ziehen am 1. Februar 2019 um 17 Uhr mit bunten Laternen vom Asmus-Bremer-Platz in Kiel nach Düsternbrook, um ihren Appell zur Staatskanzlei des Ministerpräsidenten und Bundesratspräsidenten Daniel Günther zu bringen.

Wir rufen den Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein Daniel Günther dazu auf, seine Bundesratspräsidentschaft zu nutzen, um darauf hinzuwirken, dass der verfassungs-, europa- und völkerrechtlich garantierte Schutz der Familie für Flüchtlingsfamilien in Deutschland Realität wird.

Schleswig-Holstein muss sich für den Schutz des Familienlebens einsetzen. Familien gehören zusammen!
Genau vor einem Jahr, am 1. Februar 2018 hat der Deutsche Bundestag entschieden, den Familiennachzug für die Familienangehörigen von subsidiär Geschützten weiter auszusetzen und ein neues Gesetz zur Regelung des Familiennachzugs zu erlassen.

Mit dem „Familiennachzugsneuregelungsgesetzt“ vom 1.8.2018 wurde ein Anspruch auf Familiennachzug für subsidiär geschützte Personen in Deutschland endgültig abgeschafft. Das mögliche monatliche Kontingent der Visa für den Familiennachzug subsidiär Geschützter (1.000 Visa/Monat) schafft ein willkürliches Gnadenrecht. Die Erfahrungen der letzten Monate zeigen: Das mehrstufige Antragsverfahren ist kompliziert und langsam, so dass bis Ende No-vember 2018 nur 1.562 Visa ausgegeben wurden. In Schleswig-Holstein waren es bis September lediglich ZWEI Visa. Das Gesetz ist ein Instrument, um Familiennachzug zu verhindern.
Gleichzeitig verhindern und verschleppen Gesetze und bürokratische Hürden auch bei vielen anderen Familien ihr Zusammenleben, zum Beispiel, wenn für den Familiennachzug Dokumente verlangt werden, die Flüchtlinge aus vielen Ländern nicht beschaffen können.

Allgemeiner Studierenden Ausschuss Christian-Albrechts-Universität zu Kiel; Antidiskriminierungs-stelle des Landes Schleswig-Holstein; Antidiskri-minierungsverband Schleswig-Holstein e. V.; Der Beauftragte für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwande-rungsfragen des Landes Schleswig-Holstein; Eli-sabeth Hartmann-Runge, Flüchtlingsbeauftragte des Ev. Luth. Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg; Die Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheiten des Schleswig-Holsteinischen Landtags; Flücht-lingsbeauftragte des Ev. Luth. Kirchenkreises Schleswig-Flensburg; Flüchtlingsbeauftragter des Ev. Luth. Kirchenkreises Ostholstein; Diakonisches Werk Schleswig-Holstein; DGB Kiel Region; Flücht-lingshilfe Flensburg; Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e. V.;FÖRDErverein Flüchtlingsrat Schles-wig-Holstein e. V.; Humanistische Union – Bera-tung für Frauen, Familien und Jugendliche e. V., lifeline e. V.; Das Lübecker Flüchtlingsforum e. V.; Omas gegen rechts Kiel; Der PARITÄTISCHE Schleswig-Holstein; PETZE-Institut für Gewaltprä-vention; Der Runde Tisch gegen Rassismus und Faschismus Kiel; Seebrücke Kiel; Solizentrum Lübeck; #wirsagenMOIN; ZBBS e. V. fordern

Der Rechtsanspruch auf Familiennachzug für subsidiär Geschützte muss wiederhergestellt werden.

Der Geschwisternachzug zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen muss erleichtert werden.

Familiennachzug muss auch außerhalb der Kernfamilie effektiv möglich sein.

Bürokratische Hürden müssen abgebaut und Wartezeiten verringert werden.

Finanzielle Unterstützung der Familienzusammenführung.

Zügige Familienzusammenführung im Dublin-Verfahren.

Familienzusammenführung innerhalb Deutschlands.

Vollständiger Appell unter: https://frsh.de/artikel/schleswig-holstein-muss-sich-fuer-den-schutz-des-familienlebens-einsetzen-familien-gehoeren-zusammen/