06.03.2020 um 19:30 in Hannover, Unabhängiges Jugendzentrum Kornstraße, 28-30, Kornstraße Hannover Solidarisch: Behördenwatch als praktische Solidarität!

Organisiert von der Lokalgruppe Hannover

Hannover Solidarisch: Behördenwatch als Form der praktischen Solidarität!

Schikane und Ungerechtigkeiten durch staatliche Behörden sind in
Deutschland, wie auch in vielen anderen Ländern, bitterer Alltag.
Immer wieder werden Menschen von Angestellten in Behörden und anderen Institutionen diskriminiert, eingeschüchtert, sanktioniert und entrechtet. In den letzten Jahren ist ein dramatischer Anstieg an Repressionen und Überwachung zu erkennen. Insbesondere Geflüchteten werden Rechte bezüglich Aufenthalt, Wohnraum, Arbeit, Ausbildung und Familienleben genommen oder gar nicht erst zugestanden.

Solidarität muss praktisch werden!

Unsere Antwort auf die steigende Repression ist Solidarität! Wir suchen Orte auf, an denen Entscheidungsträger_innen ihre aggressive Praxis durchführen. Repressive Gesetze brauchen Organe, die diese ausführen. Es sind Orte wie Jobcenter, Ausländerbehörden, Wohnungsunternehmen, Arbeitsplätze etc. aber auch der Abschiebeknast in Langenhagen und die neue zentrale Abschiebebehörde. Für uns heißt das, dass unser Protest in Zukunft zwar weiterhin auf der Straße stattfinden muss, aber genauso oft und vehement in den Behörden und Institutionen. Diese Form des Einforderns von Rechten wird erfolgreich, wenn viele Leute und Gruppen mitmachen und sich gemeinsam organisieren:

Unsere Antwort auf die neuen Asylgesetze:
Initiative „Hannover Solidarisch“

• Durch politische Begleitung zu Behörden-Terminen wird im Alltag sichtbar und spürbar, dass Geflüchtete in ihrem Kampf für gleiche Rechte und Bleiberecht nicht allein sind!
• Durch einen Austausch über rechtliche Grundlagen und Erfahrungen, wollen wir uns in Behördenterminen Argumentationssicherheit geben und uns gegenseitig stärken!
• Durch Besuche im Abschiebeknast wollen wir uns mit den Eingesperrten politisch und persönlich solidarisch zeigen und die unhaltbaren Zustände in die Öffentlichkeit tragen!
• Wir wollen für mehr Bewusstsein über die Rechte der Bewohner_innen in den Unterkünften sorgen und uns Grenzüberschreitungen und Schikane gemeinsam entgegenstellen!
• Durch Dokumentation der Abläufe und regelmäßiger Veröffentlichung wollen wir Druck auf Politik und Behörden ausüben, die oftmals rassistische Praxis zu beenden!
• Durch Protestaktionen wollen wir gemeinsam in Öffentlichkeit und Politik auf Missstände in unserer Stadt aufmerksam machen!

Die Treffen zur gemeinsamen Vorbereitung, Vernetzung und Koordination finden jeweils am 6. eines Monats um 19.30 Uhr im UJZ Korn (Kornstr. 28-32) statt:
Nächste Termine: 6. Januar, 6. Februar, 6. März.

Vorkenntnisse nicht erforderlich! Kommt vorbei, bringt Mitstreiter_innen mit, teilt den Aufruf!

Kontakt: hannoversolidarisch@lists.riseup.net

***Da Solinet Hannover bislang aus guten Gründen auf “soziale” Online-Netzwerke verzichtet, teilen wir den Aufruf hier nach Rücksprache an ihrer statt.***