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Gegen die Militarisierung der Grenzen – für sichere Fluchtrouten

Uhrzeit

01.09.2018 um 14:00

Ort

Halle (Saale), Leipziger Str., 06108 Halle (Saale), Deutschland

Link

Unsere Aktion zur #Seebrücke soll nicht nur in der ausgerufenen Europäischen Woche der #Solidarität vom 25.8. bis 2.9. stattfinden, sondern auch am #Weltfriedenstag. Dieser erinnert an die Opfer der vergangenen und gegenwärtigen Kriege. Zu diesen gehören auch immer Menschen, die vor Gewalt und Krieg fliehen müssen. Damit haben sie zwar die Chance ihr Leben zu bewahren oder gar ein neues zu beginnen, werden aber oftmals auch erneut Verfolgung und Unterdrückung ausgesetzt. Zuerst vertreibt sie nämlich der Krieg und dann werden sie an den Grenzen des sicheren Europas abgewiesen und etwa im #Mittelmeer und #Libyen ebenso lebensbedrohlichen Erfahrungen ausgesetzt. Oder sie werden – wie in der Türkei oder in Algerien – gleich einer dafür bezahlten Diktatur überantwortet. Denn Methoden und Motive dieser Ausgrenzung gibt es viele, weshalb es schon fast egal ist, ob sie diplomatisch oder militärisch durchgesetzt werden und ob sie nationalistisch oder vermeintlich „pragmatisch“ begründet scheinen.

Fest steht für uns, dass Krieg und Vertreibung nicht möglich wären, wenn die Welt vernünftig und solidarisch organisiert wäre. Und das Ziel, Aggressor*innen, Diktaturen und Unterdrücker*innen in ihre Schranken zu weisen, bleibt dafür weiterhin wichtig. Fest steht aber auch, dass eine halbwegs solidarische Politik in den Staaten, die nicht vom Krieg betroffen sind, schon viel tun könnte, um die Folgen des Krieges und anderer Probleme abzumildern. Dass die europäischen Staaten, allen voran Deutschland, nicht einmal dazu bereit sind, ist zutiefst beschämend.

Darüber hinaus geht es uns beim Weltfriedenstag und bei der Seebrücke aber nicht ausschließlich um die Opfer von Not, Krieg, Hunger, Verfolgung oder Armut, die mit jedem Recht nach Europa fliehen wollen und die man so im Stich lässt, sondern auch um alle Menschen, die bereits hier leben. Denn die Grenzen die jetzt überall hochgezogen werden, verwandeln große Regionen Europas in militarisierte Bereiche. So wie die Errungenschaften der europäischen Integration, fallen die Rechte für Flüchtende und jede halbwegs freie Innenpolitik der autoritären Grenzschließung nach militärischer Logik zum Opfer.

Deshalb treten wir am 1. September nicht nur gegen die konkrete Abschottung Europas und die unterlassene Hilfeleistung im Mittelmeer ein, sondern auch gegen die Aufrüstung und Militarisierung der Grenz- und Innenpolitik!

Kommt vorbei, beteiligt euch an unserer Aktion und zeigt ein starkes, solidarisches Zeichen!
Wann: 01.09.2018 ab 14 Uhr
Wo: Ulrichskirche Halle (Leipziger Straße)