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Hamburg – Wir gedenken der Toten der europäischen Außengrenzen

Uhrzeit

25.11.2018 um 12:00

Ort

Hamburg, Elbphilharmonie, Platz der Deutschen Einheit 4, 20457 Hamburg, Germany

Link

KUNDGEBUNG vor der Elbphilharminie mit anschließender TRAUERDEMONSTRATION zum Fischmarkt

Für den Totensonntag rufen wir auf zum öffentlichen Gedenken an die Menschen, die an den europäischen Grenzen gestorben sind.

34.361 Menschen auf der Flucht, so hat es das Netzwerk UNITED FOR INTERCULTURAL ACTION dokumentiert, sind seit 1993 in Folge der Abschottungspolitik ums Leben gekommen. Sie haben Sicherheit und ein besseres Leben in Europa gesucht, doch sie fanden den Tod. Die größte Gruppe unter ihnen sind die Ertrunkenen im Mittelmeer. Und das Sterben geht weiter: Durch die Verweigerung sicherer Fluchtwege und durch die Behinderung der freiwilligen Seenotrettung.

Die Tode dieser Menschen auf der Flucht wiegen besonders schwer, denn sie waren vermeidbar. Das Sterben im Mittelmeer ist kein Unglück. Menschen, denen Hilfe bewusst verweigert wird, sterben nicht einfach, sondern sie werden getötet.

Wir gedenken dieser Menschen, die unsere Freund*innen und Nachbar*innen sein könnten, aber den Weg zu uns nicht überlebt haben. Wir sind zugleich unfassbar wütend über die tödliche Abschreckungpolitik an den europäischen Grenzen. Das Sterben kann und muss beendet werden. Jetzt!

Vom 28.-30. November findet in Magdeburg die Innenministerkonferenz statt. Hier kommen die Verantwortlichen für die Grenz- und Migrationspolitik Deutschlands zusammen: Der Bundesinnenminister und seine 16 Kollegen aus den Bundesländern. Mit unserem Gedenken senden wir ihnen eine Botschaft.

Wir gedenken der Ertrunkenen, die hier nie ankamen.

Wir wollen sichere Fluchtwege und sichere Häfen, Länder und Städte, die Geflüchtete aufnehmen und willkommen heißen!

Wir wollen eine offene und solidarische Gesellschaft!