20.02.2019 um 19:00 in Lüneburg, Leuphana Universität Lüneburg, Universitätsallee 1, 21335 Lüneburg, Deutschland Flucht ist kein Verbrechen!

Organisiert von der Lokalgruppe Lüneburg

Europa macht dicht.
Grenzen werden geschlossen, Migrant*innen sterben beim Versuch nach Europa zu kommen oder durch EU finanzierte, völkerrechtswidrige Rückführungen in libysche Lager. Es gibt keine sicheren Einreisewege. Wer es dennoch schafft, wird in menschenunwürdigen Zuständen untergebracht. Menschen die versuchen zu helfen werden kriminalisiert. Abschreckung ist das Ziel.

Unzählige Migrant*innen werden täglich an der EU-Grenze aufgehalten. Damit wird ihnen das Recht verwehrt, in Europa Asyl zu beantragen. Frontex, Küstenwachen verschiedener Länder und die Nato agieren weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Push-Backs, Pull-Backs und tödliche Unfälle sind an der Tagesordnung.

Mare Liberum leistet als ziviler Beobachter in der Ägais Widerstand und überlässt das Feld nicht allein den staatlichen Akteuren. Mit unserem Schiff dokumentieren wir ihre Such- und Rettungseinsätze, tätliche Übergriffe, Push- und Pullbacks: Weil wir sehen wollen, was sie versuchen, vor uns zu verbergen.

Seit August 2017 liegt das Rettungsschiff IUVENTA beschlagnahmt in Sizilien. Zuvor war es im zentralen Mittelmeer vor der libyschen Küste in der Seenotrettung von Flüchtenden im Einsatz. Die Crews der Iuventa haben über 14.000 Menschen aus Seenot gerettet. Jetzt wird gegen sie ermittelt. Der Vorwurf: Beihilfe zur illegalen Einwanderung! Das Strafmaß beträgt bis zu zwanzig Jahre Gefängnis.

Wir wollen euch über die aktuellen Entwicklungen an den EU-Außengrenzen informieren. Am Beispiel der Iuventa-Crew zeigen wir wie aktuell humanitäre Helfer*innen in Europa kriminalisiert werden und welche Rolle faschistische Strukturen dabei spielen.

-Mare Liberum in Kooperation mit der Seebrücke Lüneburg un dem PENG!_Referat des AstA