Diskussion: Frontex – Grenzschutz auf Kosten der Menschenrechte

Uhrzeit

22.05.2019 um 20:00

Ort

Bielefeld, Rolandstraße 16, 33615 Bielefeld, Deutschland

Lokalgruppe

Lokalgruppe Bielefeld


Die sechste Veranstaltung unserer Veranstaltungsreihe “Für ein Europa ohne Grenzen” ist die Diskussion über das Thema Frontex mit Matthias Monroy und Sonja Skrobek.

Inhalt: Menschen flüchten über das Mittelmeer nach Europa, um Asyl zu erhalten, doch viele werden daran gehindert. Sie werden abgefangen von der EU-Grenzüberwachungsagentur Frontex.

Frontex, die am schnellsten wachsende EU-Behörde, wird mit immer größerer Macht ausgestattet. Sie überwacht das Mittelmeer und Nordafrika mit Satelliten, Flugzeugen und Drohnen. Das Mittelmeer bildet den Burggraben der “Festung Europa”. Nordafrika zählt zum sogenannten Grenzvorbereich.

Die EU stattet auch die berüchtigte libysche “Küstenwache” mit Fähigkeiten und Technik aus. Diese Kooperation verstößt gegen die Europäische Menschenrechtskonvention. Derzeit verhandelt die EU mit nordafrikanischen Regierungen über die Einrichtung einer “Ausschiffungsplattform”, in die aus Seenot Gerettete gebracht werden sollen. Auch Nichtregierungsorganisationen könnten bald zur Kooperation mit der libyschen “Küstenwache” gezwungen werden.

Unsere Gäste: Matthias Monroy ist Aktivist und Mitglied der Redaktion der Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/CILIP.
Sonja Skrobek arbeitet für die Seenotrettungsorganisation Sea Watch und berichtet, wie sich die Strategien von Frontex in der Praxis auswirken.

Veranstaltungsort: Bürger*innenwache (mit dem Rollstuhl zu erreichen)

Leider keine Übersetzung in Gebärdensprache.

 

Veranstaltet in Kooperation mit: Welthaus Bielefeld, Rosa-Luxemburg-Club, AntiRassismus AG der Uni Bielefeld