Die Grenzen der Menschlichkeit Fotovortrag von Erik Marquardt

Uhrzeit

10.04.2019 um 19:30

Ort

Bad Berleburg, Johannes Althusius Gymnasium, Im Herrengarten 11, Bad Berleburg

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Lokalgruppe Bad Berleburg


Als im Jahr 2015 immer mehr Menschen über die Balkanroute nach Europa kamen, war das Thema in den Medien omnipräsent. Schnell wurde von europäischen Politiker*innen und auch in Deutschland darüber geredet, wie man die Menschen am besten davon abhalten kann, nach Europa zu kommen. Zäune und Mauern wurden gebaut, mit Diktatoren wurde verhandelt und Gesetze wurden geändert. Eine humane Antwort ist das – wie man vor allem außerhalb Deutschlands beobachten kann – nicht. Noch immer sterben tausende Menschen im Mittelmeer. Allein 2018 wurden sind schon über Leichen entdeckt, vermutlich liegt die Zahl der Toten aber viel höher.

Mehrere Nichtregierungsorganisationen haben sich deswegen seit 2015 zur Aufgabe gemacht, möglichst viele Menschen aus Seenot zu retten. Doch statt den Retterinnen und Rettern zu danken, werden auch sie immer mehr zum Spielball großer Politik. Sie sehen sich Vorwürfen ausgesetzt, werden von der libyschen Küstenwache bedroht, teilweise wird gegen sie aufgrund von illustren Anschuldigungen ermittelt. Es scheint, als würde alles unternommen, um zu verhindern, dass Menschen möglichst nicht ertrinken müssen. Wer rettet, schreckt nicht ab. Wer rettet, beteiligt sich nicht an der Festung Europa.

In seinem Fotovortrag schildert Erik Marquardt die Situation der Seenotretter auf hoher See und auf den Fluchtrouten nach Europa. Er berichtet vom Mittelmeer, der Balkanroute und aus Afghanistan. Wo kommen die Menschen her? Wie ist die Situation auf anderen Fluchtrouten? Warum setzen sich so viele Menschen auf seeuntüchtige Boote? Diese und weitere Fragen werden im Vortrag beantwortet, sodass am Ende ein eindrückliches Bild über die Flucht nach Europa entsteht.