23.05.2020 um 12:30 in Fulda, Buttermarkt, Neuenberg, Fulda, Landkreis Fulda, Hessen, 36037, Germany Demonstration

Wir rufen zum europaweiten Aktionstag der Seebrücke am 23. Mai auf!
Am 23. Mai werden wir unsere Stimmen wieder bündeln und gemeinsam in Deutschland und Europa zeigen: Die Menschen in den europäischen Lagern gehören hierher – #LeaveNoOneBehind !

Während über 150 Städte sich in Deutschland aufnahmebereit erklärt haben, holte die Bundesregierung kürzlich gerade einmal 47 Minderjährige aus dem Lager Moria auf Lesbos nach Deutschland. Ein Staat, der in kürzester Zeit 200.000 deutsche Tourist*innen zurückholen und 80.000 Erntehelfer*innen für die Rettung des deutschen Spargels einfliegen kann, zeigt deutlich seine Prioritäten: Das Leben der Geflüchteten ist ihm nichts wert.
47 Menschen aufzunehmen ist ein peinlicher Versuch, das nationale Gewissen reinzuwaschen. Für mehrere Zehntausend Menschen ändert es aber nichts: Sie sind dem Virus in Lagern und Sammelunterkünften schutzlos ausgeliefert – ob in Griechenland, auf dem Balkan oder in deutschen Massenunterkünften, in denen der empfohlene Mindestabstand und die Hygienevorschriften zu einer Farce werden.

In Fulda möchten wir uns am 23. Mai 2020 um 11.30 Uhr am Buttermarkt versammeln.
Unter strikter Beachtung der Hygiene- und Infektionsschutzregeln (Mund-Nasen-Schutz und mind. 1,5 m Abstand voneinander) möchten wir gemeinsam unsere Forderungen in Fulda deutlich und mit kreativem und buntem Protest verdeutlichen:
– Fulda soll „Sicherer Hafen“ werden und sich bereit erklären, geflüchtete Menschen aufzunehmen
– Fulda soll politisch darauf hinwirken, dass hessenweit und bundesweit auch Taten folgen!
– Alle Lager müssen evakuiert werden!

Es wird ein Lautsprecher bereit stehen und unter Beachtung der Hygienemaßnahmen könnt ihr am Buttermarkt gerne einen Redebeitrag im Sinne unserer Forderungen leisten- hierzu laden wir ausdrücklich ein😊
Wir bleiben laut, bis alle Lager evakuiert wurden! #LeaveNoOneBehind #EvacuateNow

Unsere Aktionen richten sich nicht gegen die Corona-Schutzmaßnahmen – im Gegenteil: Wir wollen, dass ALLE Menschen in Umständen leben, in denen sie Abstand halten und Hygieneregeln befolgen können.