Demo für Seenotrettung – Schafft sichere Häfen!

Uhrzeit

13.07.2019 um 13:00

Ort

Bayreuth, Herkulesbrunnen am Marktplatz

Link

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Lokalgruppe

Lokalgruppe Bayreuth


Zwischen dem 1. Januar und dem 22. Mai 2019 starben laut IOM 512 Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer. Im gesamten Jahr 2018 berichtet das UNHCR unfassbare 2.275 Todesfälle. Auf jede fünfte geflüchtete Person, die in Europa ankommt, kommt ein Mensch, der ertrinkt. (SeaWatch)

Statt alles daran zu setzen, Menschenleben zu retten, erleben wir von Seiten der europäischen Nationalstaaten einen Tiefpunkt an Solidarität und Mitgefühl. Menschen werden in libysche Folterlager zurückgewiesen, auf Anweisung und subventioniert von der EU. Zivile Seenotrettungsschiffe, wie zuletzt die Sea Watch 3, werden über Wochen daran gehindert mit geretteten Menschen einen sicheren Hafen anzufahren. Zu allem Überfluss werden die Seenotretter*innen, die Menschenleben retten, mit Haft- und immensen Geldstrafen bedroht.

Das Sterben im Mittelmeer wird von der EU und ihren Mitgliedstaaten hingenommen und durch ihre Politik befördert. Dieser Verstoß gegen das internationale Seerecht und Angriff auf die Menschenrechte geht uns alle an! Ihm gilt es auf allen Ebenen entgegenzutreten! Es ist höchste Zeit zu handeln!

Deswegen rufen wir am 13.7. zur Demo in Bayreuth auf! Die Demonstration beginnt um 13 Uhr am Herkulesbrunnen am Marktplatz.

Wir fordern eine Entkriminalisierung und Stärkung der Seenotrettung, Bekämpfung der Fluchtursachen, sichere Fluchtrouten und eine Europäische Union, die sich solidarisch zeigt und flüchtenden Menschen Schutz bietet.

Wir wollen Brücken, keine Mauern!

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Do:

– Nutzt die Farbe Orange, damit werden wir erkannt! Sie symbolisiert die Farbe der Rettungswesten von Seenotretter*innen.

– Seid laut und zeigt Euch solidarisch!

Don’t:

– Kein „Blackfacing“! Wir von der SEEBRÜCKE wollen damit auf keinen Fall in Verbindung gebracht werden und distanzieren uns davon.

– Imitation und Sterben von Sterben/Ertrinken etc.
Wir wollen auch bei Flashmobs auf keinen Fall den Eindruck erwecken, dass wir auch nur ansatzweise nachempfinden können, was Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer erleben, ganz zu Schweigen vom Ertrinken. Demzufolge ist es NICHT im Sinne der Bewegung, den Todeskampf nachzustellen.

– Keine Bildsprache mit Leichen

– Kein Platz für Nazis und Gewalt