13. April 2021 · News:Shame on EU! Ein halbes Jahr zu spät

Nachdem schutzsuchende Menschen den harten Winter in katastrophalen Camps in Griechenland überstanden haben, reist heute die EU-Kommissarin für Inneres, Ylva Johansson, nach Griechenland. Ein halbes Jahr zu spät, um weitere Notfälle nach dem Brand in Moria aufzuhalten!

Johansson bezeichnet die Zustände in Griechenland als “bedauerlich” – obwohl sie selbst eine Mitschuld an der Lage in den Camps trägt.
Im September hat Komissionspräsidentin von der Leyen gemeinsam mit Johansson versprochen: Keine Morias mehr! Doch die EU schafft es nicht, geltendes Asylrecht umzusetzen und einen minimalen Standard für Menschen zu etablieren. 

So hat die EU 155 Millionen Euro allein für die Lager in Chios und Lesbos zur Verfügung gestellt. Griechenland baut mit diesen Gelder geschlossene Lager, die Ordnung in die Migrationspolitik bringen sollen – menschenrechtskonform ist das nicht! Zudem sollte ein neues, offenes Lager im Norden von Lesbos gebaut werden, doch die Uneinigkeit zwischen EU und Griechenland verzögert den Ablauf und die Menschen müssen weiterhin in unwürdigen Lagern hausen.

Johansson, schau Dir das Chaos an, welches die Abschottungs- und Migrationspolitik mit sich bringt! Das ist kein Europa der Werte mehr, sondern ein Europa der humanitären Katastrophen! Noch immer hat die Friedensnobelpreisträgerin EU die tödlichsten Außengrenzen. 
Lager sind keine menschenwürdige Unterbringung – völlig egal wie Johansson sie gestalten möchte. Wir fordern: Evakuierung jetzt! Holt die Menschen endlich aus den Lagern! SHAME ON EU!